Karø Goldt untersucht seit Jahren, wie Wahrnehmung entsteht – und wie sie sich durch neue Kontexte verschiebt. Ihr Begriff der FRAMES bildet die theoretische und praktische Achse ihres Arbeitens: Er beschreibt die bewusste Setzung eines Rahmens, der Ereignisse, Bilder und Fragmente neu deutet. Damit knüpft Goldt an die Tradition von Gregory Bateson und Erving Goffman an, die den Frame als Struktur verstanden, mit der Menschen Wirklichkeit ordnen. Goldt führt diese Modelle in die künstlerische Praxis über: Jede Hängung, jede Installation ist ein Reframing, das die Bedeutung des Einzelbildes verschiebt und neu ausleuchtet.